Freundschaft aus oadischer Sicht

Oadien Online als Netzwerkpartner wurde im Rahmen dieses Projekts gebeten auch immer mal zu den jeweiligen Themen dieser Plattform eine Perspektive auf die „oadische Sicht“ abzugeben.

Bei diesem Thema würde ich ersteinmal sagen, daß „oadische Sitten“ sich nicht grundsätzlich von denen in Deutschland unterscheiden. Wohl aber wird das Leben an sich wohl ernster genommen, man beschäftigt sich mehr auf eine Weise miteinander, die in gewisser Weise viel höhere Maßstäbe an ein Zusammensein anlegt als es Deutsche normalerweise zu tun scheinen. Deutsche leben oft in aus oadischer Sicht menschlich äußerst prekären Umständen, halten jedoch an ihnen fest. Das kann mit oft massiver Indoktrination der Deutschen durch das teilweise erklärt werden, das Oadier immer mal gerne als „Konsumsekte“ bezeichnen.

Dieser Themenbereich hat nicht zentral mit dem Thema „Freundschaft“ zu tun, berührt ihn jedoch wie viele andere Lebensbereiche. „Freundschaft“ erscheint mir ein sehr allgemeines Thema zu sein, eigentlich müßte man ersteinmal überlegen, was man als „Freundschaft“ verstehen will und was nicht. „Freundschaft“ hat aus oadischer Sicht aber wie mir schein durchaus viel damit zu tun, daß ein Freund auch innerlich frei und lebendig ist. Das ist bei vielen Deutschen leider wohl auch wegen dieses angesprochenen Phänomens nur sehr bedingt der Fall.

So könnte man vielleicht sagen, daß Freundschaft aus oadischer Sicht auch mit der Frage zu tun hat, ob ein einzelner Mensch zu „echter Freundschaft“ überhaupt fähig ist in seinem aktuellen Zustand. Nach meiner Erfahrung ist das tatsächlich fast nie der Fall. Sollte man deswegen als Freundschaft bezeichnen, wenn ein Freund wenigstens in diese Richtung „innerer Lebendigkeit“ zu streben scheint? Das könnte man überlegen, aber ich denke das wäre ein fauler Kompromiss.

Aus Erfahrung kann ich auch sagen, daß Deutsche kaum in der Lage sind ohne Weiteres zu verstehen, was aus oadischer Sicht eigentlich „innerlich lebendig“ genannt werden kann oder „frei“. Hier scheinen sich Denkmodelle sehr fundamental zu unterscheiden. Daher ist es auch schwierig das hier klar zu beschreiben, vor allem noch in der Art eines Vortrags ohne Zwischenantworten, die zeigen, was der andere überhaupt denkt und meint.

One Comment

  1. Salzstreuer

    Nachtrag (ich sehe keinen Edit-Knopf):

    Aufgrund eines Hinweises möchte ich klarstellen, daß „innere Lebendigkeit“ keine Umschreibung von „Zustimmung zu bestimmten Dogmen“ darstellt, so wie es tatsächlich etliche ideologische Sekten leben.

    Sie hat z.B. mit einer Art von innerer Prioritätensetzung im Leben zu tun, mit der Fähigkeit eines Menschen zu spüren, was seiner geistigen Lebendigkeit dient. „Lebendigkeit“ ist hier keine Umschreibung von irgendeiner Art des Aktionismus.

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